Menschen und andere Tiere Ausstellung mit Arbeiten von Britta Gorontzy bei Brandt Credo

Leuchtende Farben empfangen die Besucher im Atelier Brandt Credo: die Augen können sich auf die Suche begeben, um Gesichter, Menschen und versteckte Tiere zu entdecken. Bis zum 1. März 2009 werden die Arbeiten der Bremer Künstlerin Britta Gorontzy unter dem Titel "Menschen und andere Tiere" gezeigt. Die neue Ausstellung im Atelier Brandt Credo, Meyerstr. 145, wird am Sonnabend, 10. Januar 2009 um 18.00 Uhr eröffnet. Der Schauspieler und Sprecher Martin Heckmann wird Gedichte von Christian Morgenstern lesen. 


Britta Gorontzy, 1966 in Bremen geboren, hat sich nach dem Studium der Freien Kunst in Hannover als Malerin, Sängerin und Chorleiterin in vielen Projekten und Ausstellungen einen Namen gemacht. Ihre Malerei ist spontan: "Skizzen nehmen nur Zeit, dafür bin ich zu ungeduldig. Ich stelle mich vor die leere Leinwand und fange an." So sind sie enstanden, die Bilder zum Thema "Menschen und andere Tiere".


Britta Gorontzy befasst sich immer wieder mit dem Verhältnis von Mensch und Tier; dabei wirft sie die Frage nach der Verwandtschaft zwischen beiden ebenso auf, wie die nach der Anziehungskraft des Tieres auf den Menschen. "So verschieden sind Menschen und Tiere auf meinen Bildern nicht. Die Tiere haben menschliche Züge." In den ausgestellten Bildern finden sich versteckt in den teils puzzleartig zusammengesetzten Kompositionen Tiere aus Fabeln und Märchen, die die Phantasie des Betrachters beflügeln: Fuchs, Rabe, Eule und Esel gilt es zu entdecken. 


WESER-KURIER, 08. Januar 2009


Das freundliche Pferd

Britta Gorontzy hat ein Faible für Tiere. Ganz eindeutig spielen sie die Hauptrolle in den Bildern, die die vielseitige Künstlerin, Geburtsjahr 1966, derzeit in der - Achtung, jetzt kommt wieder der lange holprige Begriff! - Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF), Knochenhauerstraße 20-25, bis zum 19. Dezember zeigt. Satte Farben, deren flächige, verschachtelte Komposition an den Stil von Pablo Picasso oder Henri Rousseau erinnert, prägen die durchweg betitelten Motive: "Das freundliche Pferd", "Der Elefantenbaum", die "Ente bei Mondlicht" oder der "Frosch im Schloßpark". "Menschen und andere Tiere" heißt die Präsentation. Ein Teil des Verkaufserlöses, heißt es ermunternd, geht an verschiedene Tierschutzprojekte. Viel Dynamik und ein Hauch von Witz sind den Bildern zu entnehmen. Und das passt offenbar genau zur Schöpferin jener Arbeiten in Acryl auf Leinwand, die das Bremer Frauenmuseum für die aktuelle ZGF-Ausstellung ausgewählt hat. Britta Gorontzy tanzt nämlich auf vielen Hochzeiten, sie singt allein und im Chor, entwirft Bühnenbilder und geht mit Lese-Lieder-Abenden auf Tour. Am 15. November beispielsweise sit das gemeinsam mit Martin Heckmann, Michael van Hagen und Thomas Ahlhorn entwickelte Heinrich-Heine-Programm in Oldenburg zu erleben. Britta Gorontzy trägt zur Lesung der Heine-Texte Lieder ader Romantik vor.


Woher die Vielseitigkeit der halbtags als Rechtsanwaltsgehilfin arbeitenden Bremerin kommt, ist ihr selbst sonnenklar: "Ich konnte mich nicht entscheiden, ob singen oder malen soll. Darum mache ich beides."


WESER-KURIER/Kurier am Sonntag, 9. November 2008


Rede von Edith Laudowicz anlässlich der Ausstellungseröffnung am 06.11.2008 in der ZGF, Bremen

"Menschen und andere Tiere" ist die Ausstellung der Bremer Künstlerin und Musikerin Britta Gorontzy betitelt, die zugleich das thematische Spektrum und das Intersse der Künstlerin zum Ausdruck bringt. Britta Gorontzy, befasst sich in ihrem Werk immer wieder mit dem Verhältnis von Mensch und Tier, dabei wirft dsie die Frage nach der Verwandschaft zwischen beiden ebenso auf wie die nach der Anziehungskraft des Tieres auf den Menschen. In den hier ausgestelten Bildern finden sich versteckt in den stark farbigen , teilt puzzleartig zusammengesetzen Bildern Tiere aus Fabeln und Märchen, die ihre Phantasie und die Phantasie des Betrachten beflügeln: der Fuchs, der Rabe und der Esel. In einigen variationen finden sie in dieser Ausstellung auch das Thema Bremer Stadtmusikanten wieder, wobei sich die Künstlerin gestattet, von der vorgegebenen Geschichte abzuweichen und die Tiere mit andere Träumen und Verhaltensweisen auszustatten. So träumt ein verliebter Esel und die Katze starrt fasziniert auf einen kleinen Vogel.

Wenngleich Britta Gorontzy mit ihren Tierbildnissen auch an das Gefühl appelliert, werden sie dennoch nicht „vermenschlicht“. Wir finden keine niedlichen Tiere aber wir finden auch keine dämonischen Überzeichnungen. Bei sind der Fuchs und Wolf nicht das wilden Tier die wohlmöglich Tier und Mensch bedrohen. Ein anderer Favorit in den Bildern ist der Rabe, der in alten Zeiten stets als Unheilsbote gesehen wurde, aber in ihren Bildern eher als wahrsagender und weiser Bote erscheint. Ihre größte Zuneigung gilt den Eseln, auch schon deshalb, weil sie, wie sie sagt, "nicht kriegsdienstverwendungsfähig" sind. Sie hat aber auch eine Reihe von Bildern gemalt, die an das Leiden von Tieren erinnert:

Kühe auf einem Tiertransport, ein Affe mit Sonden, eine Maus hingestreckt, ein ängstlicher Fuchs – diese sind allerdings in dieser Ausstellung nicht zu sehen, sie können sie aber auf der Internetseit der Künstlerin betrachten.

Ihr Interesse an den Tieren manifestiert sich nicht nur in den Bildern, sondern in einem praktischen Engagement, den ein Teil des Erlöses der Bilder spendet sie für den Tierschutz. 


Neben der Tierthematik nehmen Märchenthemen und Märchengestalten breiten Raum ein. Sie sind in einer an Chagall erinnernden Art in ein farbiges Formenspiel eingebunden, das die Betrachtenden dazu auffordert, wie in einem Puzzle die Elemente zu einem ganzen zusammenzufügen. Häufig auch muss sich der oder die Betrachtende auf die Suche begeben, um Gesichter zu entdecken und versteckte Tiere zu finden. Wir finden die Bremer Stadtmusikanten, Hexen und Magiere. 


Auch in ihrer Reihe von Porträts finden wir Gestalten aus dem Bereich der Mythen, Märchen und Sagen: Kassandra, ein Prophet, ein Rezitator und auch ein Inquisitor, Schamanen und Zauberer. Die meisten ihrer Portraits, Figuren, Landschaften und auch Tierbilder erscheinen uns auf den ersten Blick hin ein wenig unheimlich, schemenhaft und verhalten, aber sie üben bei näherem Hinsehen eine eigentümliche Faszination, ja sogar eine Art magische Anziehungskraft aus. 


In ihren stark farbigen Acryl- und Ölbildern sowie Aquarellen dominieren leuchtende Farben. Nur einige wenige Bilder sind in schwarz-grau gehalten. Während ein großer Teil der Bilder vom Kontrast der Grundfarben lebt, hat die Künstlerin auch Reihen geschaffen, die von einer Farbe dominiert werden: eine grüne Serie mit Naturthemen in dieser Ausstellung das Bild „Waldgeister“ , eine eher blaue Serie mit Nacht- und Nachtlichtthemen, einige Bilder ganz in Rottönen, die um Feuer und Sonne kreisen. Diese Bilder loten die Möglichkeit der Farbe ganz aus und leben von der Spannung zwischen hell und dunkel.


Britta Gorontzy, die in Hannover studierte, hat ihre Bilder in einer Reihe von Ausstellungen gezeigt, sie hat auch Bühnebilder geschaffen und unlängst sind in dem Gedichtband von Ulrike Kleinert "Die Stadt, die Zeit und die Liebe" – einige Bilder von ihr veröffentlicht worden. Ein zweiter wichtiger Bereich ihrer künstlerischen Tätigkeit ist die Musik, sie hat in den letzten Jahren zahlreiche Konzerte gegeben und tritt u.a. mit einem Programm zur Winterreise von Franz Schubert auf, zu diesem Zyklus hat sie auch einige Bilder geschaffen das Bild „gute Nacht“ finden sie hier in der Ausstellung .


Sie haben heute Gelegenheit, Britta Gorontzy zu ihren Bildern zu befragen, aber auch am 12.11. wird sie um 13 Uhr Interessierten für en Kunstgespräch in diesen Räumen zur Verfügung stehen. Bevor ich die Ausstellung nun eröffne, möchte ich aber auch darauf aufmerksam machen, dass die Bilder auch gekauft werden können – Weihnachten steht bevor und auch Künstler leben nicht von der Kunst allein."


Auftritt der Extraklasse (20. Oktober 2007)

Auftritt der Extraklasse 

Lesemusical im Heimathaus großer Erfolg


Löningen (mt) - Über den großen Erfolg ihres Lesemusicals "Winterreise" freuen sich die drei Interpreten und der Heimatverein Löningen, der zu dieser nicht alltäglichen Darbietung ins Heimathaus eingeladen hatte. 


Die Dreiecksgeschichte von Albert, Franz und Luise aus dem Jena des Jahres 1823 begeisterte die Besucher. Bei dieser Veranstaltung stimmte einfach alles. Horst Vogelsang erzählte rhetorisch ausgezeichnet, Britta Gorontzy trug die Lieder von Franz Schubert gekonnt vor und Thomas Ahlhorn war ein guter Begleiter am Klavier. 


Hinzu kam - wieder einmal - die Gemütlichkeit des Heimathauses zum Tragen. Während der Vorträge hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Die Besucher waren sich einig, dass der Heimatverein einen Auftritt der Extraklasse arrangiert hatte. 


(Löninger Tageblatt, 20. Oktober 2007)